Die schwarze Ledermappe steht noch immer beim mir im Regal und hat mittlerweilen acht Umzüge überlebt. Massgemacht und darin die leinenbezogene Kassette und darin wiederum das gerissene handgeschöpfte Papier. Masse: 24 x 32 cm. Ich habe mein altes Tagebuch der allerletzten Version wieder hervorgekramt.
Was für ein Wichser ich offensichtlich damals war. Form war mir wichtiger als Inhalt? Nun, der Inhalt liest sich entsprechend. Der letzte Eintrag datiert vom 4. Oktober 1989. Damals war gerade eine Beziehung nach zwölf Jahren zu Ende gegangen und somit eigentlich auch eine Art von Notwendigkeit ein Tagebuch zu schreiben. Ich war unterwegs zu neuen Ufern…
Während die Jahre vergingen, hatte ich immer wieder das Bedürfnis, das was mich im Augenblicke des Entstehens eines Gedankens bewegte, niederzuschreiben. Handgeschöpftes Bütten, wertvolle handgebundene Tagebücher, das hatte sich schnell und gründlich überlebt. Also liess ich das Schreiben sein.
Und jetzt gibt es also die Möglichkeit, eine Art von Tagebuch im Internet so zu führen, daß eben jene anderen, virtuellen Menschen, an die ich auch schon damals immer meine Tagebucheintragungen gerichtet hatte, über das Internet zu erreichen sind. UND sogar ein Dialog scheint möglich. Jeder kann auf meine Ergüsse reagieren. TOLL.
Ein bischen mulmig ist mir schon zu Mute. Ich bin nicht so der Typ, der einfach frisch von der Leber weg Geistverdünntes von sich zu geben pflegt. Ich verstehe mich als ein Intellektueller und andere Menschen halten mich für kompliziert. Was für ein Irrtum. Für mich ist IMMER alles einfach. Deshalb liebe ich ja auch die amerikanischen Blogregeln, nach denen man offensichtlich möglichst für hamburgefressende Trottel schreiben soll. Und wenn ich mir die Ergüsse im Internet so ansehe, scheinen ja Viele diese Regel auch in Deutschland zu beherzigen.
Also, ich halte viel von meinen unsichtbaren Mitlesern und habe mich entschlossen, genau so zu schreiben, wie meine Gedanken fliessen und stehen. Was mich bewegt und was mir auffällt. Einfach von jenem dreidimensionalen Film zu erzählen, der beständig um mich herum abläuft und den andere Menschen “Leben” nennen.
– LSD und das natürliche Bedröhntsein. »

Hi Chris,
willkommen in der Welt der Blogger.
Wenn Du noch ein paar optimierungstips haben möchtest, kannst Du mich selbstverständlich anrufen.
Cheers
Felix
Kommentar: Felix – 17. Oktober 2006 @ 14:32
Meiner Ansicht nach hat das Wesen des Blogs was…warum sonst
würden es sooo viele Menschen lesen und ein setzen.
Hab grad noch mal ein wenig im Netz gesurft und eine andere
“Geschichte näher betrachtet”
Denn Masseneffekte anderweitig und dann so zu nutzen, klasse! (-:
sagt der Tobias aus dem grad vergangenen Flex
Auf Tobias anklickbar wovon ich hier “rede”
Kommentar: Tobias – 09. Dezember 2006 @ 07:45
Hilfe – ein Blog!
Der erste, in dem ich einen ‘Kommentar’ abgebe – obwohl es mir um die Antwort auf eine Frage geht. Mal sehen, ob diese Art von Dialog funktioniert.
Mir gefällt sehr die Musik auf Chris’ CDs und meine Internet-Recherche führte mich auf die Seite http://www.hypnophilia.de
Dieses Projekt hört sich für mich sehr spannend und anziehend an – scheint allerdings, dass die Website momentan ein wenig brach liegt.
Ich freue mich, zu erfahren, ob und wo diese “Klangkomposition mit dem Komponisten Otto Schönthaler, Mitgliedern des Rundfunkchors Berlin und Musikern” für die geneigte Hörerin zugänglich ist.
Kommentar: Christina – 11. Januar 2008 @ 17:05