Es gibt so viele wunderbare Orte auf dieser Erde. Atemberaubende Naturpanoramen, unglaubliche Wunderwerke, von Menschenhand geschaffen. Burgen, Plätze, Häuser, Tempel. Oft sitze ich in Gedanken auf meinen Reisen, ob all der Schönheit vor meinen Augen.
Trotzdem kam mir nie ganz spontan der Gedanke: DAS ist der schönste Platz der Welt. Bis vor Kurzem, während meiner letzten Reise auf der südlichen Halbkugel. Und nun, ausgerechnet am anderen Ende der Welt habe ich ihn gefunden. In Vanuatu, vor seiner Unabhängigkeit von Captain Cook mit dem Namen “Neue Hebriden” bedacht bin ich fündig geworden. Die Gruppe aus über 80 kleinen Inseln liegt mitten im Pazifik, im Dreieck zwischen Papua Neu Guinea, Neuseeland und Hawaii. Und nun werden Sie mich sicherlich fragen wollen, was denn diesen Ort so speziell macht. Für mich ist es die Balance mehrerer Faktoren, die ich allesamt irgendwo anders schon wahrgenommen habe. Hier ein Foto des Ortes:

Eigentlich unspektakulär, nicht wahr. Wenn Sie ihn selbst erleben wollen, das ist durchaus möglich. Sie setzen sich ins Flugzeug und fliegen einfach nach Sydney oder Auckland. Von dort aus sind es knappe fünf weitere Flugstunden bis nach Port Villa auf der Hauptinsel Efate. Von dort nehmen Sie ein Flugzeug (zweimal die Woche) nach Lamap auf Malakula. Lamap ist der einzige Ort, an dem Sie ein Boot nach Ambrym, der Nachbarinsel organisieren können. Und nach ein paar Stunden Überfahrt landen Sie in Craig Cove – und dort ist auch schon jene Hütte zu sehen.
Betty, die Tochter des Ladenbesitzers wird Ihnen Essen kochen, Wasser zum Trinken gibt es aus der Zisterne – wenn es genug geregnet hat. Es empfiehlt sich, alles Essen und Trinken aus Port Villa mitzubringen. Die beiden aktiven Vulkane auf der Insel haben den Fluoritgehalt des Bodens und der Pflanzen auf ein ungesundes Niveau steigen lassen. Und was macht diesen Platz so besonders?
Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was es denn ist, das Ihre geliebten Orte so speziell macht? Ich habe einmal für mich die Kriterien aufgelistet, so eine Art Checkliste von dem was vorhanden sein muss, damit ein Ort für mich auf die interne Bestenliste kommt. Sie können sich für sich ein imaginäres Punktesystem einrichten, bei dem jedes einzelne der unten stehenden Kriterien etwa 1-10 Punkte bekommt. So könnten Sie Ihre Orte selbst bewerten. Hier sind meine Kriterien.
1. Der erste Impuls kommt aus einem überwältigenden Gefühl
2. Lohn der Mühe. Der Ort ist nicht so einfach zu erreichen.
3. Einfachheit, Wabi-Sabi
4. Perfektion in der Imperfektion
5. Harmonie der feinstofflichen Schwingung
6. Einzigartig
7. Ästhetischer, visueller Reiz (sieht gut aus)
8. Harmonie über alle Repräsentationsebenen (vis, ak, kin)
Zu 4. Mir ist aufgefallen, dass bestimmte Orte, wenn ich eine längere Zeit dort verweile, Auswirkungen auf meine Stimmungslage haben. Zuerst habe ich dieses Phänomen bemerkt, als ich mich eine Woche in Florenz aufhielt. Die feinstoffliche Schwingung, die diese Stadt durchdringt ist von einem aggressiv, kriegerisch erobernden Wesen, das sein Faszinosum durch die Großartigkeit der Herausforderungen erhält. Um Ihnen weitere Beispiele von Weltstädten, die ich durch Wortassoziationen beschreibe:
London: gierig, belebend, kommunikativ.
Sydney: einfach, gesund, direkt.
Hongkong: schnell, raffend, zweideutig
Berlin: intellektuell, anspruchsvoll, privat, belebend
Ambrym: lieblich, glücklich, weich
Wenn ich nun über meinen schönsten Ort berichtet habe, vielleicht haben Sie ja Ihren eigenen Platz. Berichten Sie doch darüber, wenn Sie ihn denn verraten wollen.
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mein persönlicher favorit ist das octopusresort in fiji… die leute/ einheimischen sind obwohl sie nichts haben so glücklich und gastfreundlich. massagen bekommt man direkt 2m vom meer weg. ist nur per boot erreichbar und der dschungel, wenn ich das so sagen kann ist ein erlebnis.
mfg aus wien
michael
Comment: michael – 12. Januar 2009 @ 01:05